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Gemeinde Fahrenzhausen  |  E-Mail: gemeinde@fahrenzhausen.de  |  Online: http://www.fahrenzhausen.de

Geschichte

Der Ort Fahrenzhausen ist seit 1020 bekannt und war 1372 ein Schrannenort, an dem Gericht gehalten wurde.

 

Der Ursprung mehrerer Ortsnamen im Gemeindegebiet geht bis ins 8. und 9. Jahrhundert zurück. An verschiedenen Stellen wurden Relikte aus der Römerzeit und Siedlungsspuren bis in die Bronzezeit nachgewiesen.

 

Unter den zahlreichen Kirchen im Gemeindegebiet ist vor allem die weithin sichtbar auf einem Hügel stehende Kirche in Weng aus dem 15. Jahrhundert hervorzuheben. Die interessante Kirche birgt im Innern einig kunsthistorische Schätze.

 

Erwähnenswert ist auch das im 17./18. Jahrhundert erbaute, von einem Wassergraben umgebene Schloss in Kammerberg.

 

 

Baudenkmäler

 

In Fahrenzhausen und Unterbruck werden vier Baudenkmäler geführt.

Dies sind die St. Vitus Kirche, die St. Anna Kirche, das Gasthaus in der Dorfstraße und das Grrenzschild an der Straße nach Jarzt.


Die Filialkirche St. Vitus in Fahrenzhausen

wurde erstmals in der Konradinischen Matrikel (öffentliches Verzeichnis/Stammrolle) von 1315 als "Warnoltshausen" erwähnt. 1524 schreibt die Sunderdorfersche Matrikel "Vamtzhausen". Fahrenzhausen hatte schon damals einen Friedhof. Die Kirche war früher, noch 1524, dem heiligen Martin geweiht. Spätestens seit 1560 hat sie den heiligen Vitus als Patron.

Doch auch später wurde der Martinstag besonders begangen. Die Kirchenrechnungen enthalten Sammlungen nicht nur am Vitusfest (15.6.) sondern auch am St. Martinstag (11.11.).

 

Die heute Kirche wurde in gotischer Zeit errichtet. Der Altarraum mit seinem Gewölbe stammt noch unverfälscht aus dieser Zeit. Ein quadratisches Ziegelsteinfundament, das man abei Renovierungsarbeiten entdeckt hatte, zeigt, dass schon die (wohl romanische) Vorgängerkirche aus Stein gebaut war. Das Fundament wird vom heutigen Altarraum genau umschlossen. Das Langhaus wurde um 1600 und um 1726 umgestaltet. Dabei hat man auch die heute gelb umrandeten Fenster des Altarraums vergrößert. Am Ende des 17. Jh wurde die Kirche im Inneren im Stil des Barocks, zu Beginn des 18. Jh im Stil des Rokokos neu ausgestattet.

 

Besonders schön ist der Trum an der Westseite der Kirche. Über seinem unteren, schmucklosen Teil erhebt sich ein achteckiger Aufsatz, der durch gelb gestrichene Linien (Mauerblenden zur optischen Gliederung der Fassade), ovale Schallfenster und Felderungen gegliedert und von einer formvollendeten Zwiebel gekrönt sind.

 

1973 ist die Kirche gründlich renoviert worden, ohne im Immenraum große Veränderungen durchzuführen. Der Raum zeigt sich also weiterhin so, wie er in den letzten Jahrhunderten in der Ausstattung gestaltet worden ist.

 

 

Die St. Anna Kirche in Unterbruck

ist mit den Namen Josef und Barbara Barth fast untrennbar verbunden. Das Posthalterehepaar als Eigentümer des damaligen Gasthofes hat nämlich die jetzige Kirche 1859 gebaut bzw. bauen lassen. Eine Gedenktafel im Kircheninneren berichtet von der Erbauung durch den Architekten Beyschlag aus München.

 

Das heißt aber nicht, dass Unterbruck vorher keine Kirche gehabt hätte. Es war vielmehr so, dass im Jahr 1722 die Wirtsleute von Unterbruck, Kaspar und Maria Kögl, auf eigenem Grund eine Kapelle erbauten, die mit einem Altar zu Ehren der Hl. Familie genügend geschmückt war und mit einem Acker bei Großen Neebach ausgestattet war. Die Kapelle wurde im Jahre 1739 geweiht.

 

Diese Kapelle stand nciht an dem Platz der heutigen Kirche, sondern auf der anderen Bauchseite und war einer Hoferweiterung im Weg. Josef Barth erwirkte im Erzbischöflichen Ordinariat die Genehmigung zum Abbruch. Verbunden war damit die Auflage, die Kirche an einer anderen Stelle wieder aufzubauen. Dies liest man in einem Brief des Erzbischöflichen Ordinariates vom 25. Februar 1857. In diesem Brief wird der Pfarrer Michael Fumy beauftragt, "aus dem konsekrierten (kirchlich geweihten) Altar das Reliquienkapsel herauszunehmen und noch verschlossen anher einzusenden". Und weiter heißt es in dem Brief: "Ehe der Aufbau der neuen Kapelle beginnt, hat das Pfarramt den neuen Plan derselben hier zur Genehmigung vorzulegen".

 

So wurde dann die Kapelle von 1722 abgebrochen. Es entstand neugotischer unverputzter Backsteinbau mit polygonalem (vieleckigen) Chorschluss und vorgestelltem Nordturm.

 

Das Kreuz und das Gemälde der Hl. Familie, jetzt seitlich der Kirche angebracht, dürften noch von der Einrichtung der abgebrochenen Kirche übrig geblieben sein. Außerdem ist noch ein barocker Kelch und ein Kreuzpartikel vorhanden, die ebenfalls in der alten Kirche schon in Gebrauch waren.

 

Die Einweihung der neuen Kirchen durch den Erzbischof Gregor v. Scherr am 17.09.1859 muss ein großes Fest gewesen sein. Im Pfarrarchiv waren noch einige Plakate im kleinen Format, die damals anscheinend als Einladung in die Häuser gekommen sind.

 


Altes Gasthaus

Ein zweigeschossiger stattlicher Steilgiebelbau mit Putzgliederung, erbaut 17./18. Jahrhundert.

 

Das alte Gasthaus war unter dem Besitz der Familie Hahnrieder über sechzig Jahre die Heimat der Schützengesellschaft. 1985 traten die Schwestern Amalie und Rosa Hahnrieder in den Ruhestand. Das Gebäude wurde renoviert und als Gasthaus "Alter Wort" weiter betrieben. Zur Zeit steht das Gebäude leer und wird über verschiedene Nutzungsmöglichkeiten nachdedacht.

 

Aktuell finden dort die Sitzungen des Gemeinderats statt und das Nebenzimmer wird als Trausaal der Gemeindeverwaltung genutzt.

 


Altes Grenzschild

An der Straße zwischen Fahrenzhausen und Jarzt steht dieses alte Grenzschild an der ehemaligen Bezirksamtsgrenze Freising-Dachau. Es ist aus Gusseisen und die 1860/70 entstanden.

 

 

Der Maibaum von Fahrenzhausen

ist zwar kein Baudenkmal, aber ein Wahrzeichen von Fahrenzhausen. Das von Hugo Hundseder handgeschmiedete Kupferschild trägt den Schriftzug: "Gott schütze unser Bayernland und des oide Brauchtum".

 

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