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Gemeinde Fahrenzhausen  |  E-Mail: gemeinde@fahrenzhausen.de  |  Online: http://www.fahrenzhausen.de

Wichtige Information zum Thema Waldbrandgefahr

Erhöhte Waldbrandgefahr: Verantwortungsbewusst handeln!

Im Landkreis Freising herrscht wie vielerorts in Bayern derzeit eine hohe Waldbrandgefahr. Durch verantwortungsbewusstes und aufmerksames Verhalten können Waldbrände vermieden werden.

Deshalb gilt:

  • Kein offenes Feuer im Wald und auf Wiesen (ist nur auf ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt!).
  • Bitte im Wald nicht rauchen, denn schon kleine Glutreste einer Zigarette reichen aus, um einen Waldbrand zu entfachen.
  • Keine Zigaretten während der Fahrt aus dem Autofenster werfen.
  • Nur innerhalb gekennzeichneter Parkflächen und niemals in Wiesen und Feldern parken, da der heiße Katalysator eines Autos das trockene Gras schnell entzünden kann.
  • Kein Glas oder Glasscherben im Wald liegen lassen, der Brennglaseffekt kann ebenfalls Brände verursachen.
  • Wenn ein Brand entdeckt wird, sofort die Feuerwehr unter 112 verständigen.

Beim Umgang mit einem offenen Feuer, Reisig- oder Wiedfeuer sowie Brauchtumsfeuer wie z.B. Sonnwendfeuer und Grillgeräten sind folgende Vorschriften zu beachten:

Anmeldung von offenen Feuern und Brauchtumsfeuern sind eine Woche vorher bei der Gemeinde Fahrenzhausen, Frau Lohmeier (Telefon 0 81 33 / 93 02-16), anzumelden.

1. Verordnung über die Verhütung von Bränden (VVB); für den Vollzug ist die Gemeinde zuständig (§ 23 VVB):

§ 4 VVB – Feuer im Freien:

• Es darf keine Brandgefahr für die Umgebung bestehen.

• einzuhaltende Entfernungen betragen:

5 Meter von Gebäuden oder Gebäudeteilen aus brennbaren Stoffen und sonstigen brennbaren Stoffen (z.B. trockene Hecken, (Nadel-)Bäume etc.)

dies gilt auch für Holzpalisaden oder einen Sichtschutz aus brennbarem Material

25 Meter von leicht entzündbaren Stoffen

offene Feuerstätten müssen mindestens 100 Meter von leicht entzündbaren Stoffen (z.B. im Wald) entfernt sein (betrifft u.a. Reisig- oder Wiedfeuer, Brauchtumsfeuer)

Ausnahme: Grillgeräte, Heizpilze, Lufterhitzer und vergleichbare Feuerstätten dürfen in den von den Herstellern angegebenen Abständen zu brennbaren Stoffen betrieben werden.

Wichtige Hinweise:

• Das offene Feuer ist ständig unter Aufsicht zu halten und darf nur im Freien entzündet

werden.

• Bei starkem Wind ist das Feuer sofort zu löschen.

• Löschmittel sind in ausreichender Menge vorzuhalten.

• Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstätte erloschen sein.

(§ 24 – Weitergehende Anordnungen)

• Die Gemeinde kann im Einzelfall weitergehende Anordnungen treffen.

(§ 27 – Ordnungswidrigkeiten)

• Zuwiderhandlungen können mit einer Geldbuße geahndet werden.

2. Abfallrecht – Entsorgung/Verbrennen von pflanzlichen Abfällen:

Für sogenannte Brauchtumsfeuer (z.B. Sonnwendfeuer) darf als Brennmaterial nur naturbelassenes, trockenes Holz (d.h. nicht lackiert, beschichtet, eingelassen, imprägniert usw. – also keine Möbelteile) verwendet werden.

Die Verwendung von Altpapier, Kartonagen, Altreifen, Kunststoffen und insbesondere Altölen sowie sonstigen Abfällen als Brennmaterial ist nicht zulässig. Verbrennungsrückstände sind Abfälle und daher ordnungsgemäß zu entsorgen.

Das Verbrennen von nicht geeigneten Materialien stellt eine unzulässige Abfallbeseitigung dar. Bei Verstößen muss mit einer Anzeige und nachfolgend mit empfindlichen Bußgeldern gerechnet werden.

Beseitigung oder Verbrennen von pflanzlichen Abfällen außerhalb zugelassener Beseitigungsanlagen (z.B. Kompostierung, Biogasanlagen usw.) ist gemäß PflAbfV unter bestimmten Voraussetzungen möglich (Auskünfte erteilt das Landratsamt Freising, Abfallrecht, Telefon 0 81 61 / 6 00-4 10).

Strohige Abfälle aus der Landwirtschaft oder dem Erwerbsgartenbau dürfen nur verbrannt werden, wenn ihre Einarbeitung nicht möglich ist. Das Verbrennen muss mindestens sieben Tage vorher über die Gemeinde beim Landratsamt Freising, Abfallrecht angezeigt werden.

3. Naturschutzrecht

Nach § 39 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 BNatschG ist es verboten, in der freien Natur die Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen usw. abzubrennen.

Diese Vorschrift ist gem. § 69 Abs. 3 Nr. 12 BNatschG bußgeldbewehrt.

Zwar darf jedermann alle Teile der freien Natur unentgeltlich betreten (Art. 26 BayNatschG), das Entzünden und Betreiben offener Feuer zum Grillen, als Lagerfeuer oder als Traditionsfeuer bedarf jedoch der Zustimmung des Grundstücksberechtigten.

Innerhalb von Landschaftsschutzgebieten unterliegt das Anzünden von offenen Feuern einem Erlaubnisvorbehalt der Unteren Naturschutzbehörde.

Innerhalb der Naturschutzgebiete ist das Anzünden von offenen Feuern in den meisten Fällen verboten.

Auskunft erteilt die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Freising (Telefon 0 81 61 / 6 00-4 30).

4. Waldgesetz

Wer in einem Wald oder in einer Entfernung von weniger als 100 Metern eine offene Feuerstätte (z.B. Grillgerät) oder ein unverwahrtes Feuer (z.B. Lagerfeuer auf einem naturbelassenen Boden) anzünden will, bedarf der Erlaubnis durch die zuständigen Ämter für Landwirtschaft und Forsten, (Art. 39 Abs. 1 i.V.m. Art 17 Abs. 1 BayWaldG).

Gemäß Art. 17 Abs. 2 Nr. 3 BayWaldG darf eine offene Feuerstätte und das unverwahrte Feuer nicht unbeaufsichtigt oder ohne ausreichende Sicherungsmaßnahmen gelassen werden.

Im Wald darf in der Zeit vom 01. März bis zum 31.Oktober nicht geraucht werden (Art. 17 Abs. 3 BayWaldG).

Eine Zuwiderhandlung (vorsätzlich oder fahrlässig) kann gemäß Art. 46 Abs. 2 Nr. 4 und 5, Abs. 4 Nr. 4 BayWaldG mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Wer fremde Wälder in Brand setzt, begeht nach § 306 Strafgesetzbuch (StGB) eine Straftat (Brandstiftung) oder eine Straftat nach § 306 ff. StGB (Herbeiführen einer Brandgefahr).

Sonderfall: Der Waldbesitzer und Personen, die von ihm im Wald beschäftigt werden (auch unentgeltlich) benötigen keine Erlaubnis. Verletzen diese jedoch ihre Sicherungspflicht aus Art. 17 Abs. 2 Nr. 3 BayWaldG, liegt auch hier eine Ordnungswidrigkeit vor.

Verbrennen Waldbesitzer Reisig im Wald, darf dies nach § 5 PflAbfV nur dort verbrannt werden, wo es anfällt. Flächiges Verbrennen ist zu vermeiden, das Ausmaß der Feuerstelle ist klein zu halten, Feuerstellen (nicht über alten Baumstümpfen entzünden) sind möglichst auf Blößen und Wegen zu entzünden, dazu muss im Umkreis des Feuers auf mindestens 5 Meter Breite alles Brennbare entfernt werden; Hitzestrahlung beachten!

Durch Entfernen des Auflagehumus bis zum Mineralboden sollte rings um die Feuerstelle ein Schutzstreifen von 1,50 Meter Breite angelegt werden. Bei hoher Waldbrandgefahr (ab Warnstufe 4) und ungeeigneter Witterung (starker Wind, Trockenperioden) darf kein Reisig im Wald verbrannt werden!

Die Einhaltung von Mindestabständen (siehe unter Ziffer 1 und 100 Meter zu sonstigen Gebäuden, Zeltplätzen, Parkanlagen oder anderen Erholungseinrichtungen, 75 Meter zu Kreis-, Staats- oder Bundesstraßen, Bahnlinien, 10 Meter zu öffentlichen Feldwegen) ist zwingend erforderlich.

 

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