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Grundstück für Rathausneubau festgelegt

Grundstück für Rathausneubau festgelegt

 

In der Sitzung des Gemeinderats vom 16. Juli ist der Gemeinderat der Realisierung des dringend notwendigen neuen Rathauses mit der Festlegung des künftigen Standortes einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Zur Vorbereitung der Rathausplanung wurden in 15 Arbeitskreissitzungen zusammen mit dem Büro KFB die erforderlichen Grundlagen wie Raumbedarf, überschlägige Kosten und mögliche Standorte erarbeitet. In dieser Phase wurden auch mehrere neue Rathäuser anderer Kommunen besichtigt, um unterschiedliche funktionale Zusammenhänge und Gestaltungsmöglichkeiten zu analysieren und zu bewerten. Im Ergebnis der Diskussionen im Arbeitskreis ergab sich ein Raumprogramm mit 998 m² Nutz- und Nebenflächen. Die geschätzten Baukosten (ohne Nebenkosten und Außenanlagen) belaufen sich auf ca. 2,5 Mio Euro auf zwei möglichen Grundstücken: zum einen auf einer Teilfläche des Kirchenstiftungsgrundstücks (Wiese vor dem Pfarrheim) und zum anderen auf den nebeneinander liegenden gemeindeeigenen Grundstücken, ebenfalls an der B 13 südlich der St. Christophorus Straße gelegen.

 

Auf beiden Standorten ist der Raumbedarf samt Stellplätzen und Erschließung des neuen Rathauses realisierbar. Zwischenzeitlich wurde seitens der Gemeindeverwaltung mit der Kirchenstiftung Fahrenzhausen die Möglichkeiten zum Erwerb/Verpachtung des Grundstücks diskutiert. Da für die Kirchenstiftung nach Stiftungsrecht ein Verkauf des Grundstücks nicht möglich ist, konnten nun anhand eines gemeinsam beauftragten Wertgutachtens im Februar 2018 die Konditionen für eine Verpachtung des Grundstücks mittels Erbbaurecht geklärt werden. Diese Konditionen wurden sowohl von der Kirchenverwaltung als auch dem Gemeinderat als annehmbar beschlossen.

 

Aufgrund der geschätzten Baukosten des Rathauses errechnet sich ein Architektenhonorar von ca. 230.000 bis 250.000 Euro, welches bereits deutlich über der Schwelle für ein öffentliches Vergabeverfahren liegt. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat im April 2018 beschlossen, das Architekturbüro Kellerer und Kellerer aus München zur VgV-Verfahrensbegleitung (Durchführung einer Auftragsbekanntmachung mit Lösungsvorschlägen zur Findung eines Entwurfsarchitekten) zu beauftragen. Hierbei sollen nach einer Vorauswahl drei bis vier Architekten mit Entwürfen beauftragt werden, die anschließend von einem Auswahlgremium aus Fachleuten und örtlichen Mandatsträgern bewertet werden. Nach Klärung der Grundstücksfrage wurde dafür eine Zeit von fünf bis acht Monaten angesetzt. Danach steht das ausführende Architekturbüro fest und es könnten sofort die weiteren Entwurfs- und Genehmigungsplanungen für das Gebäude starten.

 

Beide Grundstücke bieten Vorteile, für die Grundstücksentscheidung im Gemeinderat wurden im Wesentlichen folgende Argumente vorgetragen:

 

 

A) Teilfläche des Kirchenstiftungsgrundstücks (ca. 2500 m²)

 

  • Der Grundstückszuschnitt und die Nähe zu den bestehenden Zentrumseinrichtungen bieten Möglichkeiten für variable Baukörper, gute Platzgestaltungen und ein positiv identitätsstiftendes Ortszentrum.
  • Durch die unmittelbare Nähe zur Schule, dem „alten" Rathaus, dem Pfarrheim und der Mehrzweckhalle sowie der Bücherei können Stellplätze durch Misch- bzw. Doppelnutzung eingespart werden.
  • Aufgrund nicht benachbarter Wohnbebauung sind vergleichsweise wenig bauordnungsrechtliche Auflagen zu erwarten.
  • Monetäre Vorteile: man spart sich das eigene, ebenfalls wertvolle, dem Wohngebiet nähere Grundstück auf und kann dieses für andere Zwecke, u.a. für Seniorenwohnen in der Zukunft nutzen.
  • Die Verpachtung nach Erbbaurecht für 75 Jahre ist durch die Kirchenverwaltung für die Errichtung eines Rathauses zugesichert.
  • Auf dem Gemeindegrundstück können (und werden bereits) bis zu einer Folgenutzung Mieterlöse erwirtschaftet werden.

 

B) Gemeindegrundstück (ca. 3000 m²)

 

  • Eigenes Grundstück, dadurch entfallen Pachtkosten.
  • Auch entfällt im Gegensatz zum kirchlichen Grundstück der Verwaltungsaufwand für die vertraglichen Regelungen mit der Kirchenverwaltung.
  • Vergleichsweise ebenes Grundstück. Dadurch ist kein Zusatzaufwand für einen Geländeangleich notwendig.
  • Eine kommunalaufsichtliche Genehmigung des Erbbauvertrags entfällt.

 

 

 

Die lebhafte Diskussion im Gemeinderat zeigte, dass es für beide Lösungen berechtigte Gründe gibt. Ausschlaggebend zugunsten des Kirchenstiftungsgrundstücks waren letztlich städtebauliche Standortvorteile und das Argument, dass dann die gemeindlichen Grundstücke als weitere Grundstücksfläche im Ortszentrum für eine „sozialverträgliche Bebauung", wie z.B. betreutes Wohnen, Mitarbeiterwohnungen usw. zur Verfügung stünden.

Mit dieser Entscheidung kann nun das Verfahren zur Findung eines Architekten mit Lösungsvorschlag weitergehen. Die Lösungsvorschläge sollen im Herbst/Winter vorgestellt und entschieden werden, um anschließend in die Genehmigungsplanung gehen zu können.

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