Fahrenzhausen im Portrait

Verlässt man München auf der Ingolstädter Landstraße in Richtung Norden, vorbei an den dicht besiedelten Vororten der Landeshauptstadt, erreicht man nach etwa 20 Minuten den Maisteiger Berg. Wer diese kleine Anhöhe per PKW oder Fahrrad passiert, dem eröffnet sich ein wunderbarer Blick: unter einem endlos weiten Himmel liegen satte Felder und sanfte Hügel, so weit das Auge reicht. Der weitere Verlauf der Straße führt durch ein herrliches Stück Land zwischen Dachau und Freising, direkt nach Fahrenzhausen.

Trotz seiner Lage vor den Toren Münchens hat sich Fahrenzhausen seinen dörflichen Charakter bewahrt. Die Gemeinde zählt rund 5.000 Einwohner, die sich auf insgesamt 17 umliegende Orte verteilen. Das Ortsbild ist geprägt von Höfen, Einfamilienhäusern mit Obstgärten, Kirchen und Baudenkmälern. Die landwirtschaftlichen Betriebe in den Gemeinden tragen wesentlich zum charmanten Landschaftsbild bei.

Ob als Einwohner oder als Gast, die Lebensqualität von Fahrenzhausen ist spürbar. Das liegt nicht zuletzt am wunderbaren Naturraum des Ampertals, das mit seinem Flusslauf und seinen Wäldern einen Schatz an heimischer Flora und Fauna beherbergt. Spaziergänger, Radfahrer und Outdoor-Fans finden hier ein wahres Paradies an Natur-Erlebnissen zu Wasser und zu Land. Eine reizvolle Auswahl an bayerischen Wirtshäusern und Biergärten entlang des Wegs lockt zur Einkehr.

Die gute Verkehrsanbindung Fahrenzhausens durch die A9 (München – Nürnberg), die A92 (München – Deggendorf) und die Nähe zum Flughafen haben starke Auswirkungen auf die gesamte Region: seit Jahren erfährt der Landkreis Freising Zuzug und starkes Wirtschaftswachstum, die Arbeitslosigkeit ist beispiellos gering. Doch Wachstum ohne Grenzen gefährdet auch hier die Lebensqualität: die erhöhte Belastung durch den zunehmenden Straßen- und Flugverkehr ist eine riesige Herausforderung dieser Zeit. Der Schutz ihrer Heimat und die Bewahrung des wunderbaren Naherholungsraums Ampertal hat daher für die Fahrenzhausener eine große Bedeutung.

Zurück ins Dorf und zum täglichen Leben in und um Fahrenzhausen: die Gemeinde verfügt über drei Kindergärten, einen Waldkindergarten und eine Grundschule. Weiterführende Schulen sind im Umland per Bus erreichbar. Frisches Obst und Gemüse, Eier, Milch und Fleisch bekommt man in den kleinen Hofläden der verschiedenen Ortsteile – immer öfter sogar in Bio-Qualität. Im Gewerbegebiet findet sich ein Vollsortimenter und etwas weiter dorfeinwärts ein Discount-Markt. Zwei traditionsreiche Bäckereien sind in Fahrenzhausen beheimatet und für ihre schmackhaften Backwaren über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Die ansässigen Handwerksbetriebe sind oft schon in Händen der dritten Generation und machen sich mit neuen Ideen fit für die Zukunft. So haben sich verschiedene Zweige weiterentwickelt, vom Erlebnisbauernhof über Holz- und Möbeldesign, von Erneuerbaren Energien über IT-Lösungen bis hin zu innovativem Metallbau.

Charakteristisch für Fahrenzhausen ist die lebendige Dorfkultur, die von Brauchtum, Feierlichkeiten und der großen Motivation vieler Vereine und Verbände geprägt ist. So sorgt der Faschingsverein Fahrenzhausen-Kammerberg für eine narrische 5. Jahreszeit mit zahlreichen Auftritten und Events, vom Auf geht’s Ball im November bis zum traditionellen Starkbierfest im März. Durch das ganze Jahr organisieren und begleiten die Burschen- und Madlvereine kleine und große Feste mit Musik und Bewirtung: Ostermo’, Maibaum-Aufstellen und die traditionelle Veitsdult sind nur einige Beispiele. Vom Musik- oder Sportverein, den Feuerwehren, über die Schützen bis hin zur Nachbarschaftshilfe: diese und viele weitere engagierte Vereine sind Gastgeber und Gestalter schöner Aktionen, die das Dorfleben bereichern und Menschen zusammenbringen.

Fahrenzhausen ist ein rundum lebens- und liebenswerter Ort - als Arbeitsplatz, als Ausflugsziel und ganz besonders als Heimat.